Sabine Brenneisen
Heilpraktikerin für Psychotherapie · Systemische Beraterin · ADHS-Coach
Ich verbinde therapeutisches Wissen, systemische Beratung
und pädagogische Erfahrung mit meiner eigenen Lebensrealität mit ADHS.
Ich bin Sabine Brenneisen.
56 Jahre.
Neurodivergent.
Und ich habe mich neu erfunden.
25 Jahre lang war ich Führungskraft. Ich habe Teams geführt,
Verantwortung übernommen, Strukturen gehalten und Krisen gemanagt.
Ich war die, die funktioniert. Die, die liefert. Die, die noch ein Stück mehr trägt,
wenn andere längst am Limit sind.
Und irgendwann habe ich gemerkt:
Ich trage alles. Aber niemand trägt mich.
Ich habe lange gegen meine eigenen Grenzen gearbeitet.
Aus Pflichtgefühl. Aus Stärke. Aus „Ich schaff das schon“.
Aus „Reiß dich zusammen“. Aus „Du bist belastbar“.
2024 und 2025 waren herausfordernde Jahre. Viel Theorie, Schreibtisch, Organisation, Struktur und Papierkram. Viel Durchhalten. Es waren Jahre, in denen ich mich selbst ein Stück verloren und gleichzeitig neu kennengelernt habe.
Ich habe noch einmal neu angefangen. Diesmal anders. Nicht, weil ich gescheitert bin, sondern weil ich verstanden habe, dass ich meine Arbeit so gestalten möchte, dass sie zu dem passt, was mir wirklich wichtig ist.
Heute begleite ich Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Eltern und Fachkräfte rund um ADHS. Darüber hinaus arbeite ich mit Unternehmen zu psychischer Gesundheit und Selbststeuerung im Arbeitskontext.
Was meine Arbeit heute prägt
Mich interessiert nicht nur, was ein Mensch nicht schafft, sondern vor allem:
Was macht es in diesem Moment so schwer?
Ist der Einstieg in eine Aufgabe nicht klar?
Fehlt gerade die nötige Aktivierung?
Übernimmt ein Impuls zu schnell?
Ist die Aufmerksamkeit längst woanders?
Sind die Anforderungen zu hoch?
Oder braucht es weniger Selbstkontrolle und stattdessen mehr Unterstützung oder eine andere Struktur?
Ich arbeite nicht am Verhalten, bevor ich verstanden habe, was dahinter passiert.
Aus dieser Arbeitsweise habe ich das Selbststeuerungstraining nach Brenneisen entwickelt.
Es verbindet drei Ebenen, die im Alltag zusammenspielen:
Selbststeuerung, Co-Regulation und Systemstrukturen.
Dabei geht es nicht darum, Menschen möglichst gut an bestehende Erwartungen anzupassen. Es geht darum, Schwierigkeiten besser zu verstehen, passende Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und herauszufinden, welche Unterstützung oder Struktur im jeweiligen Alltag hilfreich sein kann.
Ich arbeite klar, direkt und alltagsnah. Komplexe Zusammenhänge möchte ich so vermitteln, dass sie verständlich werden, ohne sie unnötig zu vereinfachen.
Und meine eigene Erfahrung mit ADHS gehört zu meiner Arbeit dazu. Nicht als allgemeingültige Erklärung dafür, wie ADHS „ist“, sondern als eine Perspektive, die mir sehr deutlich gezeigt hat, wie groß der Unterschied zwischen funktionieren und sich selbst gut steuern können sein kann.

Ausbildungen
Heilpraktikerin für Psychotherapie bei der Atropa Akademie
Systemische Beraterin für Kinder & Jugendliche & Erwachsene (Paracelsus)
Fachausbildung der Verhaltenstherapie & der weiterführenden/modernen Verhaltenstherapie (Paracelsus)
Weiterbildung zur Beraterin für Kinder & Jugendliche und Familien (Paracelsus)
Fachausbildung zur Spieltherapeutin (DIL-Deutsches Institut für Lerntherapie)
Entspannungstrainerin für Kinder & Jugendliche (MIFW- Mitteldeutsches Institut für Weiterbildung)
AD(H)S Coach (DIL-Deutsches Institut für Weiterbildung)
Weiterbildung in der Gesprächspsychotherapie nach Carl R. Rogers (Paracelsus)
Ausbildung zur ganzheitlichen Ernährungsberaterin (Paracelsus)
Resilienz Coach (AHAB-Akademie)
Trainerin in der Prävention für Stress & Burnout (Paracelsus)
Meine Arbeitsweise
klar
Ich formuliere verständlich und direkt. Fachliche Zusammenhänge sollen nachvollziehbar sein, ohne dass man dafür erst ein Fachbuch lesen muss.
strukturiert
Ich arbeite mit klaren Schritten und nachvollziehbaren Abläufen. Gerade wenn vieles gleichzeitig schwierig erscheint, hilft es, zunächst zu sortieren und den nächsten Schritt sichtbar zu machen.
wertschätzend
Ich begegne Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Eltern und Fachkräften mit Respekt und echtem Interesse an ihrer Perspektive. Unterschiedliche Sichtweisen dürfen dabei nebeneinanderstehen.
praxisnah
Wissen allein verändert noch keinen Alltag. Deshalb schauen wir darauf, wie Erkenntnisse und Strategien in konkreten Situationen tatsächlich genutzt werden können.
differenziert
Nicht jedes Verhalten eines Menschen mit ADHS ist ADHS. Ich versuche deshalb nicht, möglichst schnell eine Erklärung zu finden, sondern genauer hinzusehen: Was passiert gerade und was könnte dabei eine Rolle spielen?
Für wen ich arbeite.
Betroffene & Familien
Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Eltern – Beratung, Orientierung und Selbststeuerungstraining.
Kitas & Schulen
Fachliche Einordnung, Zusammenarbeit, Fortbildungen und Unterstützung in konkreten Situationen.
Fachkräfte
Fortbildungen, Fachberatung, Fallbesprechung und Supervision.
Unternehmen
Vorträge, Trainings und Angebote rund um psychische Gesundheit und Selbststeuerung im Arbeitskontext.
Warum ich tue, was ich tue
Hier würde ich deinen jetzigen Satz „Weil ADHS nicht das Problem ist“ streichen. ADHS kann für Menschen sehr wohl mit erheblicher Beeinträchtigung und Leidensdruck verbunden sein. Der Satz ist gut gemeint, aber fachlich zu absolut.
Viel stärker und näher an deiner heutigen Haltung finde ich:
Weil ein Verhalten noch nicht erklärt, was einem Menschen gerade schwerfällt.
Ich möchte Menschen dabei unterstützen, sich selbst und andere besser zu verstehen, Schwierigkeiten differenzierter einzuordnen und herauszufinden, was im konkreten Alltag hilfreich sein kann.
Verstehen, was gerade schwierig ist. Herausfinden, was gebraucht wird. Und daraus konkrete nächste Schritte entwickeln.
